DAS GESCHÄFTSKLIMA IN DER BAHNINDUSTRIE STAGNIERT – DIE NACHFRAGE NACH PRODUKTEN UND LEISTUNGEN BLEIBT WEITER VERHALTEN

SCI RAILINDEX QII/2026

Hamburg. Bei einer gleichbleibend schwachen Geschäftsentwicklung und etwas positiveren Werten zu den Erwartungen steigt der SCI Railindex minimal um einen Zähler. Die Stimmung zeigt keine Verbesserung, die Geschäfte stagnieren. Zur Einordnung erklärt Maria Leenen SCI Verkehr: „Das Investitionsdelta ist enorm: Die entwickelten Industrieländer stehen vor der Notwendigkeit, in die veralteten Bestandsnetze zu investieren. Der Trend geht zur Automatisierung und Vernetzung. Prädiktive Instandhaltung löst Probleme der herkömmlichen Ansätze, reduziert Kosten und ist auch in der Lage dem drohenden Fachkräftemangel zuvorzukommen. Verbesserte Verkehrsleitungen sind nur mit mehr Digitalisierung zu schaffen. Gleichzeitig wirken die geopolitischen Spannungen dämpfend auf die Transportnachfrage – die öffentlichen Haushalte verfügen über weniger Spielräume.“ 

Der SCI RAILINDEX basiert auf ca. 100 Meldungen von repräsentativen Unternehmen aus der weltweiten Bahnbranche. Die Unternehmen werden regelmäßig gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die kommenden drei Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monaten als "günstiger", "gleichbleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "gut" und "schlecht", der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "günstiger" und "ungünstiger". Das Geschäftsklima ist ein transformierter Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen.

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