Hamburg. Noch sind die Auftragsbücher gut gefüllt, aber der Optimismus sinkt, kaum jemand erwartet Besserung. Der SCI Rail Index bildet mit negativen vier Punkten das Stimmungstief der Bahn-branche wie ein Gradmesser ab. „Die aktuelle Lage ist besser als die Stimmung. Aber Unsicherheiten verstetigen sich, geopolitische Krisen mit zunehmend scharfen Tönen bremsen Investitionen und Innovationsfreude aus. Die Bahnbranche steht vor großen Aufgaben unter erschwerten Bedingungen. Wir sehen sinkende Wachstumsraten im Neugeschäft, stattdessen vielerorts Zuwächse im After-Sales und eine deutliche Tendenz zu neuen vernetzten Geschäftsmodellen“, so Maria Leenen CEO, SCI Verkehr. Die Handelskonflikte gerade auch zwischen den großen Bahnregionen Nordamerika, China und Europa schlagen sich in der Branche nieder. So ist die Neuausrichtung der Lieferketten, nach der Digitalisierung, das zweite große strategische Ziel der Branche.

Der SCI RAILINDEX basiert auf ca. 100 Meldungen von repräsentativen Unternehmen aus der weltweiten Bahnbranche. Die Unternehmen werden regelmäßig gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die kommenden drei Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monaten als "günstiger", "gleichbleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "gut" und "schlecht", der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "günstiger" und "ungünstiger". Das Geschäftsklima ist ein transformierter Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen.