Logistik-Initiative Hamburg blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2007

Die Logistik ist Hamburgs Jobmaschine: Im vergangenen Jahr sind in der Metropolregion mehr als 2.500 neue Arbeitsplätze entstanden, weitere 1.300 sind bereits für das Jahr 2008 angekündigt. Die Logistik-Initiative Hamburg hat sich in den zwei Jahren ihres Bestehens rasant entwickelt. Zusammen mit ihren rund 350 Mitgliedsfirmen baut sie im Wettbewerb der Standorte die Hansestadt als führende Logistikmetropole Nordeuropas weiter aus. Das Ziel, die Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern, ist schon jetzt erreicht, wie eine aktuelle Umfrage unter Hamburger Logistikakteuren belegt.

„Die Investitionen und Projekte der Logistik-Initiative Hamburg zur Stärkung des Standortes zahlen sich aus“, sagt Gunnar Uldall, Präses der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg. „Der Logistikstandort Hamburg ist auf dem besten Weg die Nummer eins in Europa zu werden. Andere reden, wir handeln!“ Ob Aus- und Weiterbildung, Verkehrsinfrastruktur oder Standortmarketing: Durch Projekte, die mit der Logistik-Initiative Hamburg zusammenhängen, sind im vergangenen Jahr rund 2.500 neue Arbeitsplätze entstanden. Im Jahr 2006 waren es 1.500 neue Jobs. Im laufenden Jahr planen die Firmen bereits jetzt weitere 1.300 neue Arbeitsplätze. „Die Logistik-Initiative ist also auf dem besten Weg“, lobt Uldall, da bis 2015 insgesamt 14.000 neue Arbeitsplätze für den Standort entstehen sollen.

Umfrage: Noch mehr Jobs in 2008
Hamburg hat sich erneut als der führende Logistikstandort Deutschlands behauptet. Das ist das Ergebnis eines neuen Hamburger Konjunkturbarometers – eine aktuelle Mitgliederbefragung der Logistik-Initiative Hamburg in Anlehnung an das bundesweite Logistikbarometer von SCI Verkehr: 82 Prozent der befragten Unternehmen sagen, dass sich die Geschäftslage 2007 verbessert hat; in der SCI-Befragung zum Logistikstandort Deutschland bestätigen dies nur 30 Prozent. Und 59 Prozent der Befragten des Hamburger Konjunkturbarometers rechnen damit, dass sie 2008 sogar noch mehr Mitarbeiter einstellen werden.

Damit wächst der Bedarf an Nachwuchskräften weiter. „In diesem Jahr werden wir uns verstärkt auch für Menschen mit geringer Qualifizierung einsetzen und entsprechende Arbeitsplätze schaffen“, sagt Prof. Dr. Peer Witten, Vorsitzender des Kuratoriums und Sprecher der Logistik-Initiative Hamburg. „Der Standort Hamburg braucht viele Hände, um die Logistik so effizient wie möglich zu gestalten.“

Metropolregion im Überblick: Logistik-Kompetenzkarte
Im Logistiksektor der Hansestadt arbeiten insgesamt zirka 160.000 Menschen – in der Metropolregion sind es sogar rund 240.000. Einen Überblick über die verschiedenen Logistikakteure und ihre Stärken bietet jetzt erstmals die von der Logistik-Initiative Hamburg herausgegebene „Logistik-Kompetenzkarte“: Sie zeigt vorhandene und potenzielle Logistikflächen, Dienstleistungen, Infrastruktur sowie Qualifizierungsinstitute. Am sogenannten „Tag der Logistik“ am 17. April können sich alle Interessierten ein Bild von der Leistungsstärke der Querschnittsbranche machen. An diesem neuen bundesweiten Aktionstag koordiniert die Logistik-Initiative Hamburg mehr als 50 Veranstaltungen. Bisher haben über 20 Unternehmen aus der Metropolregion ihre Unterstützung zugesagt.

Mehr Intelligenz im Verkehr – weniger Staus
Spürbare Verkehrsverbesserungen im Hafenhinterland will die Logistik-Initiative Hamburg noch in diesem Jahr durchsetzen: Unter dem Titel „Port 24/7“ wird die Beschleunigung des Verkehrs verfolgt – zu Land, auf der Schiene und zu Wasser – zum Beispiel bei der Verbesserung der Baustellenplanung, der Zoll- sowie der Veterinärabfertigung. „Die Zusammenarbeit mit allen Akteuren ist besonders wichtig“, erklärt Prof. Dr. Witten. „Je besser die Koordination, desto schneller können wir auch mit relativ wenig Kostenaufwand deutliche Verbesserungen erzielen.“

Um den Straßenverkehr weiter zu entlasten, entwickeln die Logistikexperten derzeit Innovationen zur schnelleren Zollabwicklung von Leercontainerfahrten und ein Hamburger Pilotprojekt zum erweiterten Einsatz der Telematik von Toll Collect. Die Binnenschifffahrt soll künftig eine größere Rolle spielen. Das ehrgeizige Ziel ist, den Anteil der Binnenschifffahrt am Gesamtumschlag von derzeit rund 1 Prozent auf 5 Prozent zu steigern. Dafür erstellt die Logistik-Initiative Hamburg in Zusammenarbeit mit der Behörde für Wirtschaft und Arbeit und der Hamburg Port Authority eine Potenzialstudie mit Umsetzungsvorschlägen.

„87 Prozent der Befragten des Konjunkturbarometers beurteilen die Arbeit der Logistik-Initiative Hamburg als einen ‚Gewinn für Hamburg’“, sagt Prof. Dr. Witten. „Wir freuen uns über dieses gute Ergebnis nach nur zwei Jahren. Wir werden das bekundete Vertrauen nutzen, um auch in diesem Jahr Verbesserungen für die Akteure am Logistikstandort Metropolregion Hamburg durchzusetzen. Packen wir es mit vereinten Kräften an!“

Quelle: property-magazine, 11.02.2008


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