Europas Märkte für Bahnelektrifizierung – Neu- und Ausbauprojekte treiben das Geschäft an – Hochgeschwindigkeitsverkehr und Light Rail Transit mit Marktdynamik

3,3 Mrd. EUR Marktvolumen/Neue Studie der SCI Verkehr GmbH

(30.01.2008) Hersteller und Dienstleister für Bahnelektrifizierung in Europa agieren in einem 3,3 Mrd. Euro großen Markt, der bis 2012 um durchschnittlich 2 % wächst. Das ist die zentrale Aussage der neuen MultiClient-Studie „Europäische Märkte für Bahnelektrifizierung 2007–2012“, die die SCI Verkehr GmbH, Köln, jetzt vorgelegt hat. In Westeuropa erfährt das Marktvolumen nachhaltiges Wachstum in allen Bereichen. In Osteuropa konzentrieren sich Neu- und Ausbauprojekte auf die paneuropäischen Korridore und verlaufen weitgehend im Gleichschritt mit entsprechenden Projekten für den Fahrweg sowie Leit- und Sicherungstechnik.

Elektrotechnische Anlagen sind generell eher langlebig und relativ wartungsarm: Knapp die Hälfte des Markts entfällt auf Investitionen durch Neu- und Umbauten. Aktuell und auch weiterhin bleiben nur knapp zwei Drittel des 3,3 Mrd. Euro schweren Gesamtmarktes erschließbar. 2007 kommen die fünf größten nationalen Märkte für Bahnelektrifizierung aus Westeuropa, angeführt von Deutschland. 2012 tritt Polen als erster osteuropäischer Staat unter die Top-5-Märkte. Führende Märkte in Osteuropa sind aktuell Polen und die Türkei. Bis 2012 entsteht in der Türkei ca. 1 300 km elektrifizierte Hochgeschwindigkeitsstrecke.

In Westeuropa sind die Technologieführer der jeweiligen Produktsparten zu Hause. Neben eingefahrenen Ausbauprogrammen etwa in Italien und Spanien entstehen lukrative Projekte in Nord- und Osteuropa, wo einige Staaten stärker in die Modernisierung ihrer konventionellen Netze und den Hochgeschwindigkeitsverkehr investieren.

Innerhalb des erschließbaren Marktvolumens hält die konventionelle Eisenbahn einen Anteil von lediglich 70 %; 13 % entfallen auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr und 8 % jeweils auf Light Rail Transit und Metro. Während die Entwicklung im städtischen Bereich weiterhin aus Westeuropa angetrieben wird, bildet sich, ausgehend von Projekten in der Türkei sowie Planungen in Polen und der Tschechischen Republik, ein zweiter Entwicklungspol für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Osteuropa heraus.

Das auf Bahntechnik und Logistik spezialisierte Beratungsunternehmen analysierte in allen 34 Staaten zwischen der Atlantikküste und der russischen Grenze die aktuelle Größe und Struktur der Märkte für Fahrleitungsanlagen, Bahnstromversorgung und bahnspezifische Kraftstromversorgung und erarbeitete Prognosen für die nächsten fünf Jahre. Die Ergebnisse wurden in Hochgeschwindigkeitsverkehr, konventionelle Eisenbahn, Metro und Light Rail Transit eingeteilt sowie nach Lieferung der Produkte, ihren Einbau auf den Baustellen und der zugehörigen Planung unterschieden, um möglichst vielen Akteuren eine Orientierung über ihren Markt zu erlauben.

Die Studie „Europäische Märkte für Bahnelektrifizierung 2007–2012“ kann unter www.sci.de bezogen werden.

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