Schienengüterverkehr in Europa: Umsatz stieg in nur zwei Jahren um über 14 %. Weiteres starkes Wachstum erwartet.

Marktvolumen von 20,0 Mrd. EUR im Schienengüterverkehr – Neue Studie der SCI Verkehr GmbH

(23.1.2008) Die europäischen Betreiber von Schienengüterverkehren setzten 2006 20,0 Mrd. EUR um. Das jährliche Marktwachstum bis 2015 wird durchschnittlich 3,1 % betragen. Das ist die zentrale Aussage der neuen MultiClient-Studie „Schienengüterverkehrsmarkt Europa 2007–2015“, die die SCI Verkehr GmbH, Berlin, jetzt vorgelegt hat.

Im europäischen Schienengüterverkehr wurde im Jahr 2006 ein Umsatz in Höhe von 20,0 Mrd. EUR erzielt. Dies sind 2,5 Mrd. EUR bzw. 14,3 % mehr als noch vor zwei Jahren. Inklusive dem Balkan und der Türkei lag der Umsatz bei 20,4 Mrd. EUR.

Die größten Umsätze verzeichnen weiterhin die Schienengüterverkehrsunternehmen der Länder Deutschland und Polen. An die dritte Position sind die in Österreich beheimateten Unternehmen aufgerückt. Dagegen ist Frankreich auf den fünften Platz abgerutscht.

In den 6 umsatzstärksten Nationen, inklusive Großbritannien und Italien, wurden 67,2 % der europäischen Umsätze bzw. 13,7 Mrd. EUR generiert.

Nahezu alle Länder konnten zum Teil deutlich, meist im zweistelligen Bereich, wachsen. Ursache der Anstiege war vor allem die Gewinnung neuer Verkehre für die Schiene; nur in geringem Maße wirkte die Weitergabe der gestiegenen Kosten treibend auf die Umsätze.

Den deutlichsten Rückgang verzeichnete Frankreich mit einer Verminderung der Umsätze um 70 Mio. EUR. Die Ursachen hierfür liegen in den Umstrukturierungsprozessen der Staatsbahn, was zu Verschlechterungen bei den Angeboten führte, sowie in den schwierigen Zugangsbedingungen zum Schienennetz, die bislang den Wettbewerb auf wenige Relationen beschränkten.

Für die nächsten Jahre bis 2015 wird auf Basis der verbesserten Rahmenbedingungen ein weiteres deutliches Wachstum im Schienengüterverkehr erwartet. Für 2015 prognostiziert SCI Verkehr einen Gesamtumsatz im Schienengüterverkehr in Europa (34 Länder) von 26,2 Mrd. EUR. Dies sind 28 % mehr als 2006.

Es greifen bereits Struktureffekte, die ein stärkeres Wachstum des Schienengüterverkehrs im Vergleich zum Wirtschaftwachstum ermöglichen. Damit wird sich eine Abschwächung der konjunkturellen Lage in Europa zwar dämpfend auf die Entwicklung der Nachfrage nach Güterverkehrsleistungen auf der Schiene auswirken. Dennoch wird sie nicht langfristig den Aufwärtstrend unterbrechen.

Das auf Bahntechnik und Logistik spezialisierte Beratungsunternehmen analysierte die 25 EU-Mitgliedstaaten (ohne Zypern und Malta), die Schweiz, Norwegen, die 3 Staaten, die sich im Beitrittsverfahren befinden (Türkei, Kroatien, Mazedonien) und die 4 weiteren Balkanstaaten. Insgesamt werden 34 Ländermärkte vorgestellt, die zu 11 Regionen zusammengefasst werden.

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